Damals...

Damals...
"Um diese Pumpe überhaupt zu erhalten, musste der Kunde dem Pumpenlieferanten Essbares versprechen.
So fuhren wir beladen mit Fleisch, Milch und Mehl zurück in die Firma..."

"Durch das Fehlen von Montagefahrzeugen wurden die Wegstrecken meist mit dem Fahrrad oder Zug zurückgelegt.
Deshalb übernachteten wir meist beim Kunden, nicht selten im Heustadl..."

Senior-Chef Josef Gründling erzählt seine interessante und berührende Lebensgeschichte untermalt mit Originalfotos aus




Josef Gründling

  • 1931 - Geburt
    Unser Seniorchef wurde am 11.3.1931 in Neuhofen/Ybbs geboren
  • 1946 - Installateurlehre
    Josef Gründling startet seine Installateurlehre bei Fa. Hopferwieser (Röhrenhof) in Amstetten (heute Fa. Dunkl)
  • 1949  - Gesellenprüfung
    Gesellenprüfung  im Bereich Gas-Wasser-Heizung
  • 1959 - Meisterprüfung
    Meisterprüfung im Bereich Gas-Wasser-Heizung
  • 1963 - Erfahrungen sammeln
    Wechsel zum Filialbetrieb der Fa. Huber-Blaschko in der Ardaggerstraße 30 in Amstetten
  • 1964 - Firmengründung
    Übernahme des Filialbetriebes wegen Schließung
    Gründung des Installationsbetriebes Josef Gründling mit 2 Mitarbeitern
  • 1966 - Hochzeit
    Heirat mit Haugeneder Monika, Bäckerstochter aus Zeillern
  • 1967/69 - Nachwuchs
    Geburt der Töchter Monika und Gerlinde
  • 1970 - Hausbau
    Kauf des Mietshauses Ardaggerstraße 36 (Abriss)
    Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses
  • 1976 - Umzug
    Einzug in das neue Firmengebäude Ardaggerstraße 36
  • 1982 - Ausbau Netzwerk
    Josef Gründling ist Gründungsmitglied der Marketinggruppe der 1a-Installateure
  • 1995 - Übergabe des Geschäfts
    Übergabe des Betriebes an die Tochter Ing. Gründling Gerlinde
    Die Firma hat zu diesem Zeitpunkt 22 Mitarbeiter
Josef Gründling-Lorem Zoom

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Das kann sich heute keiner mehr vorstellen...

Eine Erzählung von Josef Gründling

Durch das Fehlen von Montagefahrzeugen wurden die Wegstrecken meist mit dem Fahrrad oder Zug zurückgelegt. Da ging mitunter auch viel Zeit drauf!
Deshalb übernachteten wir meist beim Kunden, nicht
selten im Heustadl. Auch musste bei den Installationsarbeiten häufig improvisiert werden, da die Materialbeschaffung schwierig war...

Für eine Materiallieferung wurde ich mit dem Fahrrad von Amstetten nach Strengberg geschickt. Ich transprotierte 2 Stangen 5/4“-Rohre (Durchmesser 34mm, Länge 6mt.), wobei mein Fahrrad noch Vollgummi-Reifen hatte - eine anstrengende und zeitraubende Angelegenheit!
Das kann sich heute keiner mehr vorstellen...- Zoom

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Not macht erfinderisch!

Eine Erzählung von Josef Gründling

Die Nachkriegszeit
stand auch im Zeichen vom Bau vieler Wasserversorgungsleitungen für
Ortschaften und Gehöfte. Zu dieser Zeit wurden die Wasserleitungsbauer als Helden gefeiert und das fließende Wasser übeschwänglich mit Festen gefeiert!

Einmal lieferten mein Geselle und ich mit dem Fahrrad eine Wasserpumpe nach Gresten. Um diese Pumpe überhaupt zu erhalten, musste der Kunde dem Pumpenlieferanten Essbares versprechen. So fuhren wir beladen mit Fleisch, Milch und Mehl zurück in die Firma, um dieses dem Lieferanten zukommen zu lassen...

Als Lehrling verdiente ich 5 Schilling in der Woche, davon lieferte ich 3 Schilling Kostgeld zu Hause ab und 2 Schilling durfte ich behalten. Um meine Finanzen aufzubessern reparierte ich Kochgeschirr für die Leute, indem
ich Löcher im Geschirr zulötete und so ein kleines Zubrot bekam.
Not macht erfinderisch!- Zoom

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Der Start in die Selbstständigkeit...

Eine Erzählung von Josef Gründling

Die Büroarbeit war mühselig, die Schreibmaschine nicht mein Freund, und so freute
ich mich riesig, daß meine liebe Frau Monika bald die Büroarbeit übernahm.
Materialbestellungen wurden per Telefon oder vom Außendienst der jeweiligen Firma aufgenommen. Warenlieferung bekamen wir nur 1x in der Woche. Für eine Badezimmerinstallation hatten wir 2 Badwannen und 2 Waschbecken lagernd. Daraus konnte der Kunde auswählen.

Bald begann ich Lehrlinge auszubilden und konnte meine Erfahrung an die Jugend weitergeben. Einige dieser Monteure haben heute selbstständige Installationsbetriebe.

Die Anschaffung von Montagefahrzeugen hatte aufgrund fehlender Garagen zur Folge, dass die neben der Straße geparkten Autos auf der Ardaggerstraße auch den Namen „Gründling-Straße“ bekam.
Installationsmaterialien mussten durch einen schmalen Gang aus dem Innenhof-Lager transportiert werden.

Die kleine Wohnung, die meine Frau und ich neben der Firma bewohnten, hatte nur bescheidene Größe. Für die zur Welt gekommenen Töchter blieb lediglich eine Schlafstätte im neu angebauten Chef-Büro übrig.
Der Einzug in das neue Gebäude Ardaggerstraße 36 bot nun viel Platz für Wohnraum und Geschäft.
Trotzdem die alte Wohnung viel zu klein war,
konnte sich die Senior-Chefin nur schwer an das reichhaltige Platzangebot gewöhnen und weinte der kleinen, gemütlichen Wohnung lange nach.
Der Start in die Selbstständigkeit...- Zoom

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